Leider Geil – Nazi-Neusprech im „linksliberalen“ Standard um einen farbigen Künstler zu denunzieren

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Die besorgte Bourgeoisie schäumte als bekannt wurde, dass Xavier Naidoo für den Song Contest 2016 in Stockholm nominiert sei. Reaktionäre aus antideuschen und neokonservativen Lagern und ihre willfährigen Helfer haben einen Scheissesturm losgetreten, der seinesgleichen sucht.
Es hat sich bewiesen und gezeigt unter welcher Maske die Wohlgesinnten ihre Fratze verbergen und vor allem ist nun der pseudointellektuelle Mob offengelegt, der schon einen großen Beitrag leistete als im Jahr 2015 die neue Friedensbewegung „Friedensmahnwachen“ übelst vorgeführt wurde.
Die vermeintlich „linksliberale“ Zeitung „der Standard“ lässt nun einen ihrer journalistischen Schoßhunde von der Leine und so schreibt Doris Priesching im Standard über Xavier Naidoo:

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Der „Artikel“ von Doris Piersching. Ein verschwörungsideologisches Kurzmanifest gespickt mit Lügen und Halbwahrheiten – ein Meisterwerk platter Denunzierung.

Die Frau empört sich über den farbigen Sänger, es scheint als hätte er ihre Disney World Weltsicht massiv gestört und sie ein Stückchen aus ihrer Komfortzone gelockt.
Frau Priesching aber lässt sich nicht lange zum Tanz bitten und bläst zum deutsch-deutschen Marsch indem sie sich, ohne scheinbar groß darüber nachzudenken, einer Finte der nationalsozialistischen Propaganda bedient.
Sie schreibt, „Denn es ist ja nicht so, dass der Barde erst, seit er Andreas Gabalier coverte, im rechten Eck eine Art Oberkakerlake spielt.“
Man muss sich diesen Satz auf den Gehirnwindungen zergehen lassen und sich dann, wenn er bitter ins Bewusstsein gesickert ist fragen: „Spinnt der Standard jetzt komplett?“

„Schimpfwörter wie „Parasit“, „Wanze“, „Spulwurm“ und „Ungeziefer“ sollten bewirken, dass die Empathie mit ihnen verlorenging und sich beim Hörer kein Mitgefühl mit den Angegriffenen einstellte.“

Auf Wikipedia findet sich unter „nationalsozialistische Propaganda“ folgendes:
„Ein weiteres Charakteristikum der Propagandasprache war der Gebrauch einer „Rhetorik der Gewalt“. Insbesondere die Reden Hitlers waren gespickt mit außerordentlich aggressiven, diffamierenden und unflätigen Angriffen gegen politische Gegner. Diese wurden als übelste Kriminelle beschimpft und ihnen wurde Betrug, Sabotage, Gaunertum, Schwindel und sogar Mord zur Last gelegt. Insbesondere die Juden wurden rhetorisch dämonisiert, gleichzeitig moralisch entwertet und durch einen bestimmten Sprachgebrauch – zum Beispiel durch Tiervergleiche – „entmenschlicht“. Schimpfwörter wie „Parasit“, „Wanze“, „Spulwurm“ und „Ungeziefer“ sollten bewirken, dass die Empathie mit ihnen verlorenging und sich beim Hörer kein Mitgefühl mit den Angegriffenen einstellte.“

Anscheinend gibt es aber noch so etwas wie Restvernunft unter den Redakteuren denn zumindest aus der Online-Ausgabe ist das Nazi-Neu-Sprech aus dem Artikel verschwunden – nicht ohne, dass es es in der Kommentarspalte unbemerkt geblieben wäre:

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Der User GGFF hat begriffen und misst die „Journalistin“ an ihren eigenen Ansprüchen. Die Frage geht vermutlich in ein schwarzes Loch der Ignoranz.

Zum Glück aber, für unser aller Vergnügen, gibt es ja noch die Printausgabe und Gruppe42 hat sich ganz Old-School mässig die Mühe gemacht und unserer Verfolgern diese antiintellektuelle und empathielose Meisterleistung zum Ansehen zur Verfügung gestellt.

Und weil es zu unserer großen Verwunderung im Standard-Forum durchaus noch kritische Geister gibt, wollen wir noch ein paar weitere Beiträge unserer Gemeinschaft zeigen.
Letzten Endes bleibt nur ein zünftiges „Leider Geil“.

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Da wird es wieder ein „Mimimi die phösen User verstehen mich nicht“ oder „alles Neurechte“ geben

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In einem Kommentar mehr Inhalt als in manchen Tageszeitungen.

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Der Journalismus schafft sich ab – die Qualität ist es halt die dafür sorgt.

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