Wie die Türkei in die US-Falle getappt ist – Gastbeitrag von Ali Uludogan

Die Türkei ist mit dem Saddam-Syndrom infiziert und der Ausbruch der Krankheit steht bevor.
Exkurs: In den 80er Jahren stürzte sich Saddam Hussein in einen Krieg gegen den Iran.
„Die Schiitische Revolution ist eine Bedrohung für dich Saddam. Wir Unterstützen dich bei einem Krieg gegen den Iran und du bekommst dafür die Ölfelder im Westen des Irans Bruder“
sagte der amerikanische Freund der es nur gut mit ihm gemeint hat. „In wenigen Monaten ist die Sache geregelt“
8 Jahre lang bekämpften sich die zwei Länder und der Irak, der sich Ende der 70er von einem Entwicklungsland zu einem Schwellenland entwickelte, was mit weitreichenden Unabhängigkeiten verbunden wäre, verschuldete sich bei den Großmächten der Welt.

Heute wiederholt sich die Geschichte bei einem anderen Land. Die Türkei, die in den letzten Jahren durch ihren wirtschaftlichen Aufschwung auffiel und mit dem Ende des Lausanne-Abkommens (welches nach der Niederlage im 1.Weltkriegs unterschrieben wurde) im Jahre 2023 ihre vollständige Souveränität (u.a. über die Ölfelder des Ostens) erlangen würde, diskutiert eine militärische Operation.
2011 sagte der US-Freund:
„Komm NATO-Brudi, der Schiitische Assad macht uns sorgen. Er arbeitet mit dem Iran, mit Russland und der Hizbollah zusammen. Das geht doch nicht da sind wir uns doch einig. Die Schiiten stellen für euch Sunniten eine Bedrohung dar. Komm lass uns doch zusammen mit unseren saudischen Brüdern und unseren Homies aus Katar Syrien destabilisieren.“

„Super Idee“ sagte die Türkei und unterstützte die al-Nusra Front, die alles auspeitschte was nicht bei 3 an den Islam glaubte.

Selbst Israel wurde als Verbündeter gegen die Schiitische Achse als Freund akzeptiert:

Jahre lang eroberten militante-Gruppen Gebiete an der türkisch Syrischen Grenze und Erdogan hetzte immer noch gegen Assad und wollte eine Intervention der Weltgemeinschaft gegen den Diktator. Für Freiheit und so.

evolution complete

Jahrelang trieben diese Gruppen im Norden und im Osten Syriens ihr Unwesen und weder die USA noch die Türkei hat das gestört. Man müsse ja gegen Assad (und somit gegen Russland/Iran) kämpfen.
Als vor einem Jahr die ISIS dann in der Welt an Bekanntheit gewannen, weil sie über Nordsyrien durch die erdölreiche Stadt Mosul im Irak in das Nachbarland einliefen, war die Menschheit empört.
„Wo kommen diese Monster her?“ fragte man sich. Die USA entschied sich schnell mit anderen westlichen Verbündeten dazu gegen diese Gruppe vorzugehen.
Da im Norden Iraks und Syriens eine bestehende kurdische Wiederstandsbewegung vorhanden war entschied man sich für die PYD und die Peshmerga als geeignete Marionette.

Und jetzt fühlt sich die Türkei bedroht.
Die PYD, die nun einen weiteren Kurdenstaat an der türkischen Grenze plant, soll durch eine Intervention der Türkei bekämpft werden.
Nach dem Kurdenstaat im Nordirak würde ein Kurdenstaat in Syrien die Dynamik der Kurdenbewegung in der Türkei ohne Frage auf ein effektives Niveau bringen.
18.000 Soldaten warten einsatzbereit an der türkischen Grenze.
„Ein Kurdenstaat im Norden Syriens werden wir auf jeden Fall verhindern“ meint Erdogan.
„koste es was es wolle“

ehemalige türkische Geheimdienstler haben davor gewarnt, dass westliche Mächte den seit Jahren Schulter an Schulter geführten Friedensprozess zwischen Türken und Kurden gefährden wollen. Der Türkische Geheimdienst, der wie die deutsche BND vom CIA unterwandert ist hat seit Jahren den Konflikt zwischen den Parteien am laufen gehalten.
Eine Bruderschaft zwischen Kurden und Türken wie vor der Gründung der Republik, würde eine erstarkte Großmacht Türkei hervorbringen.

Die Moral der Geschicht:
Die US-Aussenpolitik kennt keine Freunde.

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